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Fotos: ©Bernd Böhner
aktualisiert am: 21.01.2006 19:00


Bibliografie

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wie wir kinder
kindergedichte für erwachsenen

erweiterte neuer auflage

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Oft hat Bektas an den vordergründig "unbedeutenden" Fragen gar nichts geändert: die Sprache erschien ihm schon poetisch genug. Dann hat er begonnen, das Leben mit den Augen des Kindes zu sehen und die Beobachtungen ebenso festzuhalten. Das ist in dem Buch nun untrennbar und führt Bektas zu der Überlegung, wann man überhaupt im Leben aufhört, ein Kind zu sein.
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Bernd Noack
Nürnberger Nachrichten

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"...
Die Fragen betreffen oft Alltäglichkeiten, an die Erwachsene keine Gedanken verschwenden, an die sie sich gewöhnt haben, die ihnen peinlich sind. Kindermund macht aus dem Alltäglichen das Eçistentielle. Nein, wirklich kein Kinderkram, dieses Kinderbuch für Erwachsene.
Fränkische Zeitung
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Nun in Brasilien


Weihnachtsmann und Osterhase schmücken den Umschlag eines neuen Buches, das aus der Millionenstadt Sao Paulo nach Erlangen gelangte
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Die Übersetzerin Suely Mendes Brazäo hatte selbst das Buch des Erlanger Autors bei der Frankfurter Buchmesse l996 entdeckt. Klar und präzise hat sie die Fragen des Jungen Tektas übersetzt.
...
Der Verlag gab dem Buch ein Geleitwort mit, in dem die Übersetzerin schreibt: Dies Buch hat ein Vater geschrieben. Aber eigentliche Urheber der großartigen Texte, die seine Seiten mit einfacher und tiefer Schönheit füllen, ist sein Sohn. Der Junge Äußert seine Sicht auf die Welt mit überraschenden Gedanken, wie sie allerdings unter Kindern durchaus üblich sind.
Nach einem Absatz, der erklärt, dass Vater und Sohn in Deutschland als türkische Einwanderer leben, fährt das Geleitwort fort: "Kinder sind sich gleich an allen Enden der Erde. Wie sie Menschen, Ereignisse und ihre ganze Umwelt wahrnehmen, das ist trotz kleiner Unterschiede weithin ganz ähnlich, wo immer sie leben. Die teçte dieses Buches könnten genauso gut von brasilianischen Kindern stammen oder von Jungen und Mädchen eines beliebigen anderen Volkes. So ist dies Buch eigentlich ein kleines universales Werk.

Nürnberger Nachrichten

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Kinderfragen tief und weise

Literarisches von Habib Bektas


Zwei Bücher des Erlanger Verlages für Mission und Ökumene sind in brasilianischen Ausgaben erschienen. Die Editora Ave Maria des Claretiner- Ordens in Sao Paulo brachte eine portugiesische Ausgabe des Bandes „Wie wir Kinder- Kindergeschichten für Erwachsene“ von Habib Bektas mit Zeichnungen des Bektas- Sohnes Ozan Yüksel Tektas heraus mit dem Titel „Pai, voce sabia?“
In dem 1996 in Erlangen publizierten Band stellt ein türkisches, in Deutschland lebendes Kind dem Vater Fragen wie jene: „die türkei, papa, sagst du, ist unsere Heimat. – aber dort sprechen sie doch nicht deutsch wie bei uns.“
Alle Texte sind in der Erlanger Ausgabe in beiden Sprachen abgedruckt, also Deutsch und Türkisch, die brasilianische Ausgabe verzichtet auf den türkischen Text , der in Brasilien kaum Leser fände. Um so deutlicher unterstreicht das brasilianische Geleitwort den universalen Charakter dieser nur anscheinend naiven Kinderfragen: „Kinder verschiedener Sprachen, gelingt es sehr rasch, sich miteinander zu verständigen und Freundschaften zu schließen, anderen ihr Spielzeug zu geben und mit ihnen das Essen zu teilen. So könnten die Texte dieses Buches sehr wohl auch von brasilianischen Kinder stammen – von Mädchen und Jungen jeder Nationalität. Dadurch gewinnt dieses Buch einen universalen Charakter.“

Außerdem erscheint im gleichen Verlag eine brasilianische Ausgabe von drei „Teatrinhos de Jesus“- biblischen Spielen für Kinder zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten von Christoph Jahn, wie Bektas ´Buch in der Übersetzung Suely Mendes Brazao.

Erlanger Nachrichten
Dienstag, 3. April 2001

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Ein türkischer Bub erklärt das Leben

Habib Bektas: Wie wir Kinder (Cocuca), Kindergedichte für Erwachsene, Verlag der Ev.-Luth. Mission, Erlangen 1996, 18 Mark.
„Die Propheten sind Kinder. Nur Kinder können die schönsten Gedichte schreiben. Gott ist am meisten Kind. Nur Kinder können die Welt in sieben Tagen erschaffen. Nur Kinder können aus Lehm einen Menschen schaffen.“
Habib Bektas, 1971 aus der Türkei nach Deutschland eingewandert, hat seinem Sohn Ozan gut zugehört. Die Kindliche Weisheit und Philosophie, die oft verblüffende Umkehrung der Weltsicht der Erwachsenen schrieb er auf und machte, wie es sich für einen Schriftsteller gehört, einen Gedichtband daraus. Erweitert und mit Kinderzeichnungen garniert wurde die zweisprachige Sammlung, die bereits Ende der 70er Jahre entstand, jetzt unter dem Titel „Wie wir Kinder“ neu aufgelegt.
Mit dem ersten Buch eines moslemischen Türken überschreitet der evangelische Missionsverlag Religions- und Kulturgrenzen. Habib Bektas ist nach über zwei Jahrzehnten ein Grenzgänger zwischen zwei Kulturen. Aus seinen Texten spricht ein behutsamer, freundlicher Umgang mit Menschen und Lebewesen, aber auch ausdrückliche Liebe und Verbundenheit zu beiden Heimatländern.

Ines Rein- Brandenburg
Sonntagsblatt
9. Februar 1997

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©Ralf Bergmann