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wie wir kinder
kindergedichte für erwachsenen
erweiterte neuer auflage
"...
Oft hat Bektas an den vordergründig "unbedeutenden"
Fragen gar nichts geändert: die Sprache erschien ihm schon
poetisch genug. Dann hat er begonnen, das Leben mit den Augen des
Kindes zu sehen und die Beobachtungen ebenso festzuhalten. Das ist
in dem Buch nun untrennbar und führt Bektas zu der Überlegung,
wann man überhaupt im Leben aufhört, ein Kind zu sein.
...
Bernd Noack
Nürnberger Nachrichten |
"...
Die Fragen betreffen oft Alltäglichkeiten, an die Erwachsene
keine Gedanken verschwenden, an die sie sich gewöhnt haben, die
ihnen peinlich sind. Kindermund macht aus dem Alltäglichen das
Eçistentielle. Nein, wirklich kein Kinderkram, dieses Kinderbuch
für Erwachsene.
Fränkische Zeitung
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Nun in Brasilien
Weihnachtsmann und Osterhase schmücken den Umschlag eines neuen
Buches, das aus der Millionenstadt Sao Paulo nach Erlangen gelangte
...
Die Übersetzerin Suely Mendes Brazäo hatte selbst das Buch
des Erlanger Autors bei der Frankfurter Buchmesse l996 entdeckt. Klar
und präzise hat sie die Fragen des Jungen Tektas übersetzt.
...
Der Verlag gab dem Buch ein Geleitwort mit, in dem die Übersetzerin
schreibt: Dies Buch hat ein Vater geschrieben. Aber eigentliche Urheber
der großartigen Texte, die seine Seiten mit einfacher und tiefer
Schönheit füllen, ist sein Sohn. Der Junge Äußert
seine Sicht auf die Welt mit überraschenden Gedanken, wie sie
allerdings unter Kindern durchaus üblich sind.
Nach einem Absatz, der erklärt, dass Vater und Sohn in Deutschland
als türkische Einwanderer leben, fährt das Geleitwort fort:
"Kinder sind sich gleich an allen Enden der Erde. Wie sie Menschen,
Ereignisse und ihre ganze Umwelt wahrnehmen, das ist trotz kleiner
Unterschiede weithin ganz ähnlich, wo immer sie leben. Die teçte
dieses Buches könnten genauso gut von brasilianischen Kindern
stammen oder von Jungen und Mädchen eines beliebigen anderen
Volkes. So ist dies Buch eigentlich ein kleines universales Werk.
Nürnberger Nachrichten
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| Kinderfragen tief und
weise
Literarisches von Habib Bektas
Zwei Bücher des Erlanger Verlages für Mission und Ökumene
sind in brasilianischen Ausgaben erschienen. Die Editora Ave Maria
des Claretiner- Ordens in Sao Paulo brachte eine portugiesische
Ausgabe des Bandes „Wie wir Kinder- Kindergeschichten für
Erwachsene“ von Habib Bektas mit Zeichnungen des Bektas- Sohnes
Ozan Yüksel Tektas heraus mit dem Titel „Pai, voce sabia?“
In dem 1996 in Erlangen publizierten Band stellt ein türkisches,
in Deutschland lebendes Kind dem Vater Fragen wie jene: „die
türkei, papa, sagst du, ist unsere Heimat. – aber dort
sprechen sie doch nicht deutsch wie bei uns.“
Alle Texte sind in der Erlanger Ausgabe in beiden Sprachen abgedruckt,
also Deutsch und Türkisch, die brasilianische Ausgabe verzichtet
auf den türkischen Text , der in Brasilien kaum Leser fände.
Um so deutlicher unterstreicht das brasilianische Geleitwort den
universalen Charakter dieser nur anscheinend naiven Kinderfragen:
„Kinder verschiedener Sprachen, gelingt es sehr rasch, sich
miteinander zu verständigen und Freundschaften zu schließen,
anderen ihr Spielzeug zu geben und mit ihnen das Essen zu teilen.
So könnten die Texte dieses Buches sehr wohl auch von brasilianischen
Kinder stammen – von Mädchen und Jungen jeder Nationalität.
Dadurch gewinnt dieses Buch einen universalen Charakter.“
Außerdem erscheint im gleichen Verlag eine brasilianische
Ausgabe von drei „Teatrinhos de Jesus“- biblischen Spielen
für Kinder zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten von Christoph
Jahn, wie Bektas ´Buch in der Übersetzung Suely Mendes
Brazao.
Erlanger Nachrichten
Dienstag, 3. April 2001
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| Ein türkischer Bub
erklärt das Leben
Habib Bektas: Wie wir Kinder (Cocuca), Kindergedichte für
Erwachsene, Verlag der Ev.-Luth. Mission, Erlangen 1996, 18 Mark.
„Die Propheten sind Kinder. Nur Kinder können die schönsten
Gedichte schreiben. Gott ist am meisten Kind. Nur Kinder können
die Welt in sieben Tagen erschaffen. Nur Kinder können aus
Lehm einen Menschen schaffen.“
Habib Bektas, 1971 aus der Türkei nach Deutschland eingewandert,
hat seinem Sohn Ozan gut zugehört. Die Kindliche Weisheit und
Philosophie, die oft verblüffende Umkehrung der Weltsicht der
Erwachsenen schrieb er auf und machte, wie es sich für einen
Schriftsteller gehört, einen Gedichtband daraus. Erweitert
und mit Kinderzeichnungen garniert wurde die zweisprachige Sammlung,
die bereits Ende der 70er Jahre entstand, jetzt unter dem Titel
„Wie wir Kinder“ neu aufgelegt.
Mit dem ersten Buch eines moslemischen Türken überschreitet
der evangelische Missionsverlag Religions- und Kulturgrenzen. Habib
Bektas ist nach über zwei Jahrzehnten ein Grenzgänger
zwischen zwei Kulturen. Aus seinen Texten spricht ein behutsamer,
freundlicher Umgang mit Menschen und Lebewesen, aber auch ausdrückliche
Liebe und Verbundenheit zu beiden Heimatländern.
Ines Rein- Brandenburg
Sonntagsblatt
9. Februar 1997
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