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| Reden die Sterne? |
Yildizlar Konusur mu? |
| (Kindergedichte für Erwachsenen) |
Büyükler için çocuk
siirleri |
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| die heimat |
memleket |
| die türkei, papa, |
türkiye'ye, baba |
| sagst du, |
memleketimiz, diyorsun |
| ist unsere heimat. |
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| aber dort |
ama orda |
| sprechen sie doch nicht deutsch |
almanca konusmuyorlar ki |
| wie bei uns |
bizim |
| hier |
burdaki gibi |
Erlangen Siirleri, Kapikule Nerede, Yasami Kusatmak, Sensiz Her
Kentim Bir Çöl Yalnizligidir ve Adresinde Yoktur adli
yapitlariyla tanidigimiz Habib Bektas, bu kez de ayni derin duyarliligiyla
bir çocugun, oglunun düsünsel boyutlarindan damittigi
siirlerle yogun bir insanlik sorgulamasina yöneliyor.
...
Izlerini "Adresinde Yoktur"da sürdügümüz
bu yeni duyarlik, "Oglumun Dogum Günü" siirinde,
"Bildik deniz kiyilarina çikarir" sairi. "En
güzel insanlar çocukturlar biraz"i izleyen son
üç siir, gelecek ürünlerin "yarina özdes
kilinmis" bir sevdanin siirleri olacaginin habercisiydiler.
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Çocuk duyarligina yönelisle gelen bir kendini yeniden
yargilama da uç veriyor Bektas'in yeni siirlerinde. "Büyükler
Için Çocuk siirleri" alt basligiyla yayinlanan
"Yildizlar Konusur mu"da, yeni okurlarina; çocuklara
daha özenli bir dil ve anlatimla ulasmak istiyor Habib Bektas.
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Yurt disinda olusmaya baslayan yazinimizin çocuk duyarligini
konu alan ilk basarili örnegi olrak "Yildizlar Konusur
Mu?"yu çok seveceksiniz.
Tayfun Demir
Dayanisma, Subat 1986
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"Aus dem Mund eines türkischen Kindes
erfahren wir Erwachsenen etwas über uns und die Welt, die wir
so sehr verändert und weitgehend schon zerstört haben.
Habib Bektas hat aufgeschrieben, was sein Sohn von ihm wissen wollte.
Die Fragen erwiesen sich als poetisch.
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In der Versen dieses zweisprachigen Buches misch sich Existentielles
mit Gesellschaftlichem, Politisches mit Privatem, naives mit Hintergründigem,
Allgemein- Menschliches mit spezieller Gastarbeiterproblematik:
die türkei, papa,
sagst du,
ist unsere heimat.
aber dort
sprechen sie doch nicht deutsch
wie bei uns
hier.
Ozan Yüksels schlichte Botschaften treffen uns kühle Mitteleuropäer
an der Stelle, an der früher, in weniger frustrierten Zeiten,
unser Herz gesessen hat: Das Kind zeichnet ein kleines Haus / die
Tür malt es groß / die Sonne über dem Dach / am
Wegrand die Bäume / dann sagt mir das Kind / die Tür hab'
ich groß gemacht / damit alle / hereinkommen können.
Hans-Jürgen Heise
Süddeutsche Zeitung
München, Mittwoch, 12 März 1986
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Reden die Sterne? so der Titel seines
letzten, Anfang 1986 erschienenen Gedichtbandes, den Bektas in Neufarn
vorstellte. Er hat aufgeschrieben, was sein Sohn Ozan von ihm wissen
wollte. Bektas, indes erkannte die poetische Gualität der arglosen
Fragen seines Kindes, sammelte diese fortan, überarbeitete und
ergänzte diese. Als Ergebnis kamen schließlich sehr direkte
und lebenskundige Äußerungen heraus, die das Kind im Leser
unmittelbar ansprechen.
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Habib Bektas Lyrik - das sind schlichte Botschaften die selbst den
kühlen Mitteleuropäer mitten ins Herz zu treffen vermögen.
Tagblatt Neufarn 10.11.1986
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"Das Kind trägt Sterne im Schoß,
Sterne, die Erwachsenen so fern erscheinen. Das Kind aber Großherzig,
greift - halb lachend, halb mit tiefem Ernst - mitten in die Sterne
und verstreut sie um sich her.
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Es sind Weisheit und Poesie im Inhalt kindlicher Fragen, die Bektas
versucht hat, von seinem Sohn Ozan Yüksel zu lernen und direkt
zu übertragen. Durch eine künstlerische Brechung - lag sie
noch unbewußt beim Kind oder hat Bektas sie eingesetzt? - geht
der nächste Schritt hin zum Aktuellen, wendet sich der Blick
wie in seinen früheren Werken der Situation der Türken in
der Bundesrepublik zu, ohne sich aber auf Minderheiten - Dichtung
einzuschränken.
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Bektas ist eine der ersten Dichter der Migration, der auch öffentlich
auftritt. Er liest parallel in deutscher und türkischer Sprache.
Seine Inhalte sind konkret, unmittelbar eingängig. Die Melodie
der Sprache allerdings muß durch die Übertragung vom Türkischen
ins Deutsche leiden. Bektas bleibt sich dessen bewußt, liest
in deutscher Sprache mit fast bescheidener Intonation, als wären
ihm die Worte nur geliehen. Im Türkischen aber überläßt
er sich Sehnsucht und Leidenschaft mit volltönender Stimme.
C.H.
Nürnberger Zeitung
23 Januar 1986
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