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über Habib Bektas
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Fotos: ©Bernd Böhner
aktualisiert am: 13.05.2003 14:25


Bibliografie

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Reden die Sterne? Yildizlar Konusur mu?
(Kindergedichte für Erwachsenen) Büyükler için çocuk siirleri
   
die heimat memleket
die türkei, papa, türkiye'ye, baba
sagst du, memleketimiz, diyorsun
ist unsere heimat.  
   
aber dort ama orda
sprechen sie doch nicht deutsch almanca konusmuyorlar ki
wie bei uns bizim
hier burdaki gibi

Erlangen Siirleri, Kapikule Nerede, Yasami Kusatmak, Sensiz Her Kentim Bir Çöl Yalnizligidir ve Adresinde Yoktur adli yapitlariyla tanidigimiz Habib Bektas, bu kez de ayni derin duyarliligiyla bir çocugun, oglunun düsünsel boyutlarindan damittigi siirlerle yogun bir insanlik sorgulamasina yöneliyor.
...
Izlerini "Adresinde Yoktur"da sürdügümüz bu yeni duyarlik, "Oglumun Dogum Günü" siirinde, "Bildik deniz kiyilarina çikarir" sairi. "En güzel insanlar çocukturlar biraz"i izleyen son üç siir, gelecek ürünlerin "yarina özdes kilinmis" bir sevdanin siirleri olacaginin habercisiydiler.
...
Çocuk duyarligina yönelisle gelen bir kendini yeniden yargilama da uç veriyor Bektas'in yeni siirlerinde. "Büyükler Için Çocuk siirleri" alt basligiyla yayinlanan "Yildizlar Konusur mu"da, yeni okurlarina; çocuklara daha özenli bir dil ve anlatimla ulasmak istiyor Habib Bektas.
...
Yurt disinda olusmaya baslayan yazinimizin çocuk duyarligini konu alan ilk basarili örnegi olrak "Yildizlar Konusur Mu?"yu çok seveceksiniz.
Tayfun Demir
Dayanisma, Subat 1986

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"Aus dem Mund eines türkischen Kindes erfahren wir Erwachsenen etwas über uns und die Welt, die wir so sehr verändert und weitgehend schon zerstört haben.
Habib Bektas hat aufgeschrieben, was sein Sohn von ihm wissen wollte. Die Fragen erwiesen sich als poetisch.
...
In der Versen dieses zweisprachigen Buches misch sich Existentielles mit Gesellschaftlichem, Politisches mit Privatem, naives mit Hintergründigem, Allgemein- Menschliches mit spezieller Gastarbeiterproblematik:
die türkei, papa,
sagst du,
ist unsere heimat.

aber dort
sprechen sie doch nicht deutsch
wie bei uns
hier.
Ozan Yüksels schlichte Botschaften treffen uns kühle Mitteleuropäer an der Stelle, an der früher, in weniger frustrierten Zeiten, unser Herz gesessen hat: Das Kind zeichnet ein kleines Haus / die Tür malt es groß / die Sonne über dem Dach / am Wegrand die Bäume / dann sagt mir das Kind / die Tür hab' ich groß gemacht / damit alle / hereinkommen können.
Hans-Jürgen Heise

Süddeutsche Zeitung
München, Mittwoch, 12 März 1986

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Reden die Sterne?
so der Titel seines letzten, Anfang 1986 erschienenen Gedichtbandes, den Bektas in Neufarn vorstellte. Er hat aufgeschrieben, was sein Sohn Ozan von ihm wissen wollte. Bektas, indes erkannte die poetische Gualität der arglosen Fragen seines Kindes, sammelte diese fortan, überarbeitete und ergänzte diese. Als Ergebnis kamen schließlich sehr direkte und lebenskundige Äußerungen heraus, die das Kind im Leser unmittelbar ansprechen.
...
Habib Bektas Lyrik - das sind schlichte Botschaften die selbst den kühlen Mitteleuropäer mitten ins Herz zu treffen vermögen.

Tagblatt Neufarn 10.11.1986

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"Das Kind trägt Sterne im Schoß, Sterne, die Erwachsenen so fern erscheinen. Das Kind aber Großherzig, greift - halb lachend, halb mit tiefem Ernst - mitten in die Sterne und verstreut sie um sich her.
...
Es sind Weisheit und Poesie im Inhalt kindlicher Fragen, die Bektas versucht hat, von seinem Sohn Ozan Yüksel zu lernen und direkt zu übertragen. Durch eine künstlerische Brechung - lag sie noch unbewußt beim Kind oder hat Bektas sie eingesetzt? - geht der nächste Schritt hin zum Aktuellen, wendet sich der Blick wie in seinen früheren Werken der Situation der Türken in der Bundesrepublik zu, ohne sich aber auf Minderheiten - Dichtung einzuschränken.
...
Bektas ist eine der ersten Dichter der Migration, der auch öffentlich auftritt. Er liest parallel in deutscher und türkischer Sprache. Seine Inhalte sind konkret, unmittelbar eingängig. Die Melodie der Sprache allerdings muß durch die Übertragung vom Türkischen ins Deutsche leiden. Bektas bleibt sich dessen bewußt, liest in deutscher Sprache mit fast bescheidener Intonation, als wären ihm die Worte nur geliehen. Im Türkischen aber überläßt er sich Sehnsucht und Leidenschaft mit volltönender Stimme.
C.H.
Nürnberger Zeitung
23 Januar 1986
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©Ralf Bergmann